Archive for the 'Rest der Welt' Category

meine Hoffnung

Februar 18th, 2006

Es gibt im Moment nicht viel Hörbuchverlagsrelevantes zu berichten. Natürlich gibt es Neuigkeiten, sogar wichtige, aber die möchte ich nicht ins Blog schreiben. Noch nicht.

Deshalb heute und morgen zwei privat motivierte Blog-Einträge.

Absolut schrecklich
Erstens finde ich es absolut schrecklich, dass im palästinensischen Staat nun die Hamas an die Regierung kommt. Man verliert beinahe den Glauben an die Menschheit und die Demokratie, wenn man dieses Wahlergebnis zur Kenntnis nimmt.

Briefmarke

Meine Hoffnung
Aber vielleicht meint es das Schicksal mit den Palästinenser und Israel ja gut: es besteht immerhin die Möglichkeit, dass die Hamas durch die nun erlangte reale Regierungsmacht und alle Geschäfte und Verhandlungen, die damit zusammenhängen, sich mäßigt und sich zu einer echten Partei wandelt, die die Gesetze der Menschlichkeit beachtet und auch Israel offiziell als Staat anerkennt. Das ist meine Hoffnung.


K. K. Shady

Februar 14th, 2006

Ich muss eine kleine Anekdote zu meiner kleinen Katze erzählen.

Meine Katze hat heute gebellt.
Kein Witz!

Sie saß auf dem Küchenfenster und schaute raus. Ich ging zu ihr und streichelte sie. Sie sah raubtiergebannt aus dem Fenster: ein Vogel hatte sich auf den gegenüberliegen Strauch gesetzt. Er flog auf und setzte sich auf einen anderen Ast. Plötzlich machte meine kleine Katze zum Vogel ganz merkwürdige Geräusche. Ich dachte zuerst, sie hustet. Mau! Mau, mau! Mau! Dabei nahm sie exakt die Haltung eines wild bellenden Hundes ein, mit vor- und zurückzuckendem Oberkörper. Mau mau mau!!

Sie ist mir ja erst vor kurzem zugelaufen.
Ich glaube, sie war vorher in einem Haushalt mit Hund!

Hörbuchverlagskatze
[K. K. Shady]


OK! Nächste Frage!

Februar 4th, 2006

Noch eine Frage an SIE!

Heute hat sich der Maler Hr. Rot mit dem Philosophen Hr. Grau zum Glas Wein im Restaurant “AudiMax” getroffen. Beide waren etwas knapp bei Kasse. So überlegten sie gemeinsam, welchen Wein sie bestellen wollten.
Hr. Grau sagte zu Hr. Rot: “Wenn ich die Hälfte meines Geldes zu Deinem Geld hinzufüge, haben wir genug, um eine Flasche ‘Thüngersheimer Silvaner’ zu bestellen.”
Hr. Rot überlegte und fragte: “…Und wenn ich die Hälfte meines Geldes zu Deinem hinzufüge - wie viel Wein können wir dann bestellen?
“Nur eine halbe Flasche ‘Thüngersheimer Silvaner’ ” antwortete Hr. Grau.
Wie viel Geld hatte der Philosoph Hr. Grau bei sich?


K. K. Shady

Januar 16th, 2006

Die kleine Hörbuchverlagskatze heißt jetzt K. K. Shady.

Kleine Katze Shady

Der Name ist eine Gemeinschaftproduktion von meinem Sohn und mir.
“K.K.” stammt von mir und ist die Abkürzung für “Kleine Katze”. Man muss es englisch aussprechen, also “keikei“.
“Shady” stammt von meinem Sohn, und ist “Slim Shady” entnommen, einem Namen vom Rapper Eminem.

...

Einkaufszettel

Januar 13th, 2006

Ich bin hier in Gemünden gestern noch mal eine Runde gefahren:

  • Edeka
  • Aldi
  • Bahnhof
  • Postamt
  • Lidl
  • Tegut
  • diverse Laternen rund ums Haus

Katze zugelaufen

E-Mail geschrieben:

Von: auditorium maximum
Gesendet: Donnerstag, 12. Januar 2006 17:41
An: ’service.center@mainpost.de’
Betreff: WG: Auftrag Anzeige

Hallo,

falls Anzeige noch nicht erschienen bitte stornieren, hat sich erledigt. Danke!
Mit freundlichen Grüßen,

Cornelia de Vos

Auf meinem Einkaufszettel steht: Katzenklo, Katzentransportkorb, Katzenhalsband.

:-)


K.

Januar 7th, 2006

Katze zugelaufen

Gehe jetzt Zettel aufhängen.


Neu: Hörbuchverlags-Katze

Januar 6th, 2006

Heute ist mir eine Katze zugelaufen.

 

Es miaute den ganzen Tag jämmerlich im Treppenhaus. Ich dachte, eine Nachbarin hätte vielleicht seit Neuestem ein Katze oder eine Katze aus der Nachbarschaft habe sich in den Keller verirrt. Ich öffnete die Kellertür und die Haustür, damit sie herauslaufen konnte. Als es trotzdem nach Stunden nicht aufhörte und immer erbärmlicher wurde, ging ich dem Miauen nach.

 

Auf der Treppe traf ich eine völlig verängstigte und gleichzeitig völlig aufgedrehte kleine Katze. Es dauerte etwas, bis sie sich streicheln ließ. Ich nahm sie und setzte sie vor die Haustür, damit sie nach Hause laufen konnte. Statt dessen lief sie aber hinter mir her - überall, ließ mich nicht mehr in Ruhe, wie ein kleiner Hund. Ich stolperte mehrmals über sie, weil sie mir dauernd zwischen die Füße lief. Gleichzeitig schnurrte sie wie wild, war völlig aus dem Häuschen, verschreckt und zutraulich gleichzeitig und ich dachte ernsthaft:

"Diese Katze hat einen Knall."

Als ich ein Kind war hatten wir immer Katzen aber so ein Verhalten kannte ich nicht.

Sie brachte meinen ganzen Tag ganz durcheinander, bis sie sich beruhigte und herumschnupperte. Ich werde Anzeigen aufgeben und mal bei der Stadt anrufen, ob jemand eine kleine Katze vermisst. Ich vermute aber, sie war ein Weihnachtsgeschenk und wurde dann ausgesetzt. Sie ist süß, aber ich weiß nicht, ob ich sie behalte. 18 Jahre Katzenklo saubermachen, 18 Jahre ekliges Katzenfutterfleisch servieren, Flöhe, Zecken, Katzenhaare…

6 Mietshaus-Parteien, eine miauende Katze, wer zuerst weich wird, hat verloren: ich.


Weihnachtspaket!

Dezember 26th, 2005

Heute habe ich ein Weihnachtspaket bekommen!

Weihnachtspaket bekommen!

Danke !!! Habe mich außerordentlich gefreut!!!

Danke :-) Danke :-) Danke :-)

!!!


On the way to Weihnachten.

Dezember 26th, 2005

Am 24.12.2005 - auf dem Weg zum Familienfest.

Dreieinhalb Stunden unterwegs
 

ich: Zeitung gelesen, raus geguckt

Sohn: Discman gehört, raus geguckt

 

Die lieben Nachbarn von gegenüber beglückten uns am Weihnachtsabend beim Blick aus dem Fenster mit einer neongrünen Lichterkette und einem rauf- bzw. runterkletternden Plastikweihnachtsmann.

 

   
 

Nächstes Jahr starte ich eine nationale Anti - Plastikweihnachtsmänner - Unterschriftenaktion ("Du bist Deutschland!"). Vielleicht.

 

 

Trotzdem … Schön wars!


seid wie sie!

Dezember 19th, 2005

Privat einigen Ärger. Dünne Nerven.

Verschiedene Freunde rieten mir wohlwollend: “Tu mal was für Dich! Tu Dir mal was Gutes! Nimm Dir mal ein paar Tage frei!”

Ich habe darüber nachgedacht.
Ich bin zu dem Schluss gekommen: das ist ein ganz schlechter Rat.

»seid wie sie! werdet mittelmäßig!«
[Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse]

ICH ÜBERTREIBE LIEBER!

Viel Spaß beim Ärgern :-)


(offtopic) wunderschön

Dezember 13th, 2005

Da Hr. Strunz in seinem Buch “Forever young” (ein erstrebenswertes Ziel…) empfiehlt, morgens zu joggen, gehe ich nun jeden zweiten Tag vormittags am Main und nicht mehr abends an der Straße Joggen! Ich wollte das früher nie, weil vormittags meine beste Arbeitszeit ist. Aber im Winter wird es so früh dunkel, so dass ich hier nur noch an der Straße laufen kann: am Main ist es bei Dunkelheit viel zu einsam. Nun jogge ich also vormittags, nachdem ich meine eMails durch habe. Vielleicht kriege ich es sogar hin, dass ich im Sommer gleich um 6 loslaufe. Mal sehen. Im Moment ist es da ja noch dunkel.

Hier ein Landschafts-Eindruck von gestern:

Main am 12.12.2005
[gestern: Main im nebligen Dezember]

Wunderschön, nicht?


sportliche Pause

Dezember 4th, 2005

Gestern Telefonat mit VW-Werkstatt. Stoßdämpfer sind teuer und neue Reifen müssen auch drauf – unbedingt, der Sicherheit wegen!! Am Dienstag bekomme ich den Wagen wieder.

Einen Vorteil hat das Ganze: Ich bin gestern wieder mit dem Fahrrad zur Post geflitzt. Solange es nicht schneit ist das kein Problem und es ist eine kleine, sportliche Pause am Tag, eigentlich sehr angenehm. Ich überlege, ob ich nicht generell die Fahrten zur Post zukünftig nur noch mit dem Fahrrad erledige – solange es nicht schneit oder regnet.


(offtopic) Vorbote der Invasion

Dezember 2nd, 2005

Mein Auto ist schon wieder kaputt!!!

Es war ganz offensichtlich der Stoßdämpfer oder die Federung links hinten – jedes Steinchen merkte ich beim langsamen Fahren wie einen heftigen Schlag.

Ich bin sofort mit 20-30 km/h Geschwindigkeit die Hauptstraße durch Gemünden zur VW-Werkstatt gefahren. Hinter mir eine Riesenschlange ungeduldiger Autofahrer. Es gibt nur diese eine Hauptstraße durch den Ort, und sie ist leider einspurig. Es ist dennoch schon erstaunlich: Obwohl ich mit Warnblinker (!) gefahren bin und zusätzlich vor jeder Straßenunebenheit gebremst habe, erntete ich Hupen und böse Blicke von den Autofahrern, die mich überholten. Glauben die, dass ich immer so fahre???

Der VW-Automechaniker stellte fest, dass der Stoßdämpfer defekt sei und ausgetauscht werden müsse. Ich habe also bis mindestens Montag kein Auto…

Was dann aber sehr nett war: ein anderer Kunde bot mir an, mich mit seinem frisch reparierten Wagen bis zur Gemündener Altstadt mitzunehmen. Zusätzlich bot mir auch ein Mitarbeiter der VW-Niederlassung an, mich nach Hause zu fahren, man wurde sich nicht gleich einig und schließlich sagte der freundliche KfZ-Mechaniker als dritter in der Runde, also dann würde er mich eben nach Hause bringen.

Das finde ich so nett hier in Gemünden. In München, wo ich fast mein ganzes Leben verbracht habe, hat mich bei Autoreparaturen noch nie jemand gefragt, ob er mich nach Hause bringen könne. Hier ist das alles viel persönlicher.
Ich bin schließlich mit dem anderen Kunden bis zur Altstadt gefahren und von dort aus gelaufen.

Und was habe ich dabei auf meinem Weg entdeckt???

Santa Claus, sich abseilend

Der Erste! Von Tausenden!!!

[Santa Claus, sich abseilend. Vgl. Blog-Eintrag mit Altstadt-Kerze-Ampel-Bild etwas weiter unten]

So. Nun gehe ich Joggen (bis zur Ampel und zurück).


(offtopic) Ritterburg

Dezember 1st, 2005

Auf dem Rückweg von der Post habe ich heute diese Bild gemacht:

Blick in die Gemündener Altstadt

Erst einmal fällt oben die überdimensionale Lichterketten-Kerze auf.
Eigentlich befindet sich hoch oberhalb von Gemünden eine wunderschöne, zerfallene alte Ritterburg. Normalerweise sieht sie nachts richtig schön romantisch und gruselig zugleich aus. Sehr hübsch auf jeden Fall.

Nun nähert sich aber Weihnachten.

Die Gemündener Bevölkerung hat in den Wochen vor Weihnachten dieses völlig überdimensionierte, nicht den geringsten Charme ausstrahlende Kerzendings, das hoch über Gemünden bis weit in die Landschaft hinein leuchtet, optisch zu ertragen.
Ich warte auch schon auf die diesjährige Invasion der Weihnachtsmänner, die bei Wind und Wetter an irgendwelchen Fenstern rauf/runterklettern (hahaha erwischt), sowie das bunte Blinkgewitter der elektrischen Fenster-Weihnachtssterne meiner Nachbarn.

Zweitens fällt auf dem Bild auf: die Ampel. Bis zur Ampel bin ich gestern – wie angekündigt – gejoggt. Nun ja, das ist 1 km einfach, mit Rückweg 2 km. :-DDD
Es ist der Anfang!!!!!!
Bis zum Sommer will ich den Weg am Main nach Wernfeld und zurück schaffen, das sind dann 10 km. Hier ist es angekündigt! Freiwillige Selbstkontrolle!


** offtopic **

November 27th, 2005

Eine eMail an admin:

“Mir ist aufgefallen dass es im Kommentarbereich deines Weblogs Verwirrung wegen deines Benutzernamens “admin” gibt. Da du Wordpress nutzt, könntest du das problemlos umstellen! (…) ”

Danke J.P.! Habe ich gemacht! Wird ab sofort angezeigt.

admin == Cornelia de Vos

Und weil wir gerade beim Thema “guter Rat” sind… ein Blogger bewarb sich bei mir als Berater - klingt vielversprechend :-)


Heute Boykott.

November 20th, 2005

Noch einmal ein Bild unseres Postamts, diesmal von der anderen Seite fotografiert, der weiße Golf dahinten ist übrigens meiner, im Vordergrund deutlich sichtbar das Schild des optimistischen Kaufhauses „Alle Werden Glücklich“. Auch deutlich sichtbar: die Werbung für den heutigen verkaufsoffenen Sonntag.

Alle Werden Glücklich wirbt für den verkaufsoffenen Sonntag

In München gab es das nicht, aber hier in Gemünden gibt es ab und zu verkaufsoffene Sonntage. Und was für mich völlig unbegreiflich ist: Die Geschäfte sind an diesen Sonntagen voll. Was, so frage ich mich, ist in den Geschäften Sonntags interessanter als Montags bis Samstags? Eine ganz merkwürdige Sache.

Normalerweise nutze ich diese Sonntage kategorisch nicht. Heute aber war der verkaufsoffene Sonntag für mich ein Glücksfall. Als ich gerade eine Linsensuppe kochte, entdeckte ich, dass ich kein Suppenpulver mehr vorrätig hatte. Die Zwiebeln waren schon geschnitten, die Linsen kochten bereits. Also fuhr ich zum Edeka-Supermarkt, der sich neben „Alle Werden Glücklich“ und Postamt befindet.

An der Kasse wurden alle Kunden nach dem Bezahlen nach ihrer Postleitzahl gefragt. Ich kam an die Reihe. Zahlte.
Kassiererin: „Ihre Postleitzahl?“
Ich: „Sage ich nicht.“
Ich habe spontan boykottiert! Warum weiß ich auch nicht. Ich bin ansonsten wahrscheinlich eine der gläsernsten Kundinnen Deutschlands überhaupt. Ich nutze überall diese Kunden-Punkte-Sammel-Karten, bei denen der Supermarkt / das Kaufhaus nach einer Zeit ganz genau über mein Einkaufsverhalten, meine Ess- und Lebensgewohnheiten und mein ausgegebenes Budget Bescheid weiß. Heute aber: Boykott. Streik. Ganz spontan. Vielleicht, weil es so unpersönlich ist, seine Postleitzahl aufzusagen. „Ich heiße Cornelia de Vos und ich mag Hörbücher“ zum Beispiel hätte ich gerne gesagt.

Auf der Fahrt nach Hause nagte dann mein schlechtes Gewissen ein wenig. Die arme Kassiererin kann ja nichts dafür. Und natürlich hat der Edeka einen guten Grund, die Postleitzahlen statistisch zu erfassen, die stimmen sicher ihre Werbemaßnahmen usw. auf das Einzugsgebiet ab, das ist ja nichts Schlechtes, ich kann das verstehen, ich bin - nein – ich habe ja selbst einen Verlag und arbeite dafür, Kunden zu gewinnen.

* * *

Dann noch einmal eine eMail nach Frankreich geschrieben, von dem vermuteten Post-Irrtum berichtet, angeboten, das Hörbuch noch einmal loszusenden, falls es nicht spätestens am Dienstag angekommen ist. Wilde grammatikalische Konstruktionen auf Französisch.

Des Weiteren: bin in Verhandlung mit einem philosophischen Forum, möchte eine Art Werbekooperation erreichen, aber das Ganze gestaltet sich kompliziert, Misstrauen und versteckte Vorbehalte mir gegenüber als kommerziellem Verlag, ich leiste Überzeugungsarbeit.

„Die Atmosphäre der Feindschaft gegenüber dem Kapitalismus macht es viel schwieriger, als es sonst wäre, sich eine vernünftige Ansicht über seine wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen zu bilden.“ Alois Schumpeter